Kartoffeln müssen sein, denn die schmecken immer fein.

Wenn Küchenleiter Sven Kett die Bewohner nach ihren Speisewünschen befragt, stehen Kartoffelgerichte wie Dotsch (Reibekuchen) und Stampf (Püre) immer ganz oben auf der Wunschliste. Während dieser Gespräche haben sich immer wieder einige Bewohnerinnen zum Kartoffelschälen angeboten.

Am Vormittag des 22. August 2019 traf sich eine kleine Damenrunde, um den Worten Taten folgen zu lassen. Nachdem alles vorbereitet war, ging es an die Arbeit. In kürzester Zeit schälten die Frauen zwölf Kilogramm „Erdäpflel“. Dabei wurde nicht nur viel gelacht, sondern auch Erfahrungen über die beste Schältechnik ausgetauscht. Darüber, wie man die übrigen Schalen noch sinnvoll verwendet, war man sich jedoch uneins. Die Ideen reichten vom Fensterputzen über Auskochen bis hin zum Tierfutter. Sven Kett war durchaus überrascht, in welcher Rekordzeit die geschälten Kartoffeln bei ihm in der Küche angeliefert wurden. Eins stand nach dem Mittagessen fest: Der Dotsch schmeckte diesmal besonders gut.

Einige Bewohner haben bereits weitere Ideen, wie sie aktiv bei der Speisengestaltung mitwirken möchten. Sie werden sich demnächst mit dem Küchenleiter zu einem Runden Tisch treffen, um die Möglichkeiten zu besprechen.